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Biohacking im Corona Lockdown

Minimalist Biohacker Biohacking im Lockdown
Image by Marie Pirner from Pexels

Die Kurzfassung

Der zweite Lockdown ist Realität und wir befinden uns erneut in einer Situation des Wandels und der Anpassung. Das Gute daran ist, dass in Zeiten großer Herausforderungen auch das größte Wachstum möglich ist - sowohl körperlich, als auch geistig. Nutzen wir die Zeit im Lockdown, um unseren Körper besser kennenzulernen, Daten über unsere Gewohnheiten zu erheben, damit gezielt Anpassungen vorzunehmen und unsere Widerstandsfähigkeit zu verbessern. 

  • Wie Du dein Immunsystem mit Biohacking unterstützt.
  • Wie Du den Lockdown optimal für dich nutzen kannst.
  • Wie Du ein positives Mindset behältst. 

Wenn auch Du wissen möchtest wie Du gestärkt aus dieser Zeit hervorgehen kannst, ist dieser Artikel für dich.


Das Immunsystem mit Biohacking unterstützen

Biohacking bedeutet zielgerichtete und messbare Selbstoptimierung. Mit Blick auf unser Immunsystem heißt das, dass wir unseren Körper testen und analysieren um zu wissen wie stabil unser Zustand im Moment ist, wie stark wir uns belasten können und wann wir eine Pause brauchen. Ansonsten tappen wir im Dunkeln und können nie genau sagen, wie widerstandsfähig wir im Moment sind, richtig?

Aber wie misst man seinen körperlichen Zustand? 

 

Die genauste und bequemste Art der Selbstanalyse bieten sogenannte Fitness-Tracker, wie der Oura Ring, der Whoop Strap oder eine Garmin Uhr. Diese messen verschiedene Vitalsignale des Körpers und geben dir Aufschluss über deinen aktuellen Zustand. Zum Beispiel:

  • Herzfrequenz
  • Herzratenvariabilität (HRV)
  • Atemfrequenz
  • Temperatur

Hast Du erst einmal Daten erfasst, kannst Du mit Hilfe der Tracking-Geräte schnell feststellen wenn etwas nicht stimmt und entsprechende Maßnahmen einleiten. Ist zum Beispiel deine durchschnittliche Herzfrequenz in der Nacht um 5 Schläge pro Minute erhöht, kann das auf eine erhöhte Belastung deines Organismus hindeuten. Du brauchst vielleicht etwas mehr Erholung, statt zum Sport zu gehen.

 

Meine liebsten Tracker findest Du hier.

Schlaf optimieren

Schlaf ist unser wichtigster Erholungszustand während dessen unser Körper, und damit auch unser Immunsystem, regeneriert. Ein Mangel an Schlaf bedeutet auch eine Abnahme unserer Immunfunktionen. Du wirst anfälliger für Krankheiten und Infekte. Aber wie viel Schlaf ist nötig? Nun, das hängt davon ab, wie gut dein Schlaf ist. Generell kann man von ca. 7,5 Stunden pro Nacht ausgehen, um eine vollständige Erholung sicherzustellen. Der Bedarf steigt jedoch bei übermäßiger Belastung durch Sport oder Stress bei der Arbeit.

 

Das würde bedeuten, dass Du ungefähr um 22 Uhr ins Bett gehst und um 6 Uhr morgens aufstehst (15 Minuten zum Einschlafen sowie 15 Minuten Wachphasen eingerechnet). Ganz so einfach ist es allerdings nicht, denn Schlaf ist nicht nur ein binärer Zustand (schlafend/wach) sondern besteht aus mehreren Schlafphasen, die wir in Zyklen durchlaufen. Stark vereinfacht: Leichter Schlaf, Übergangsphase, Tiefschlaf und REM Schlaf. Den Tiefschlaf benötigen wir unter anderem für Reparaturen am Gehirn, sowie für die Erholung unserer Muskeln. Der REM Schlaf ist besonders wichtig für unser Nervensystem. 

 

Wachst Du bei Nacht zum Beispiel öfters auf, verkürzt sich die qualitative Schlafenszeit im Bett. Deshalb ist es so wichtig deinen Schlaf zu messen, um ihn optimieren zu können. Woher sonst weißt Du, ob Du in deinen 7,5 Stunden im Bett ausreichend Tief- und REM Schlaf bekommen hast, um dein Immunsystem zu unterstützen?

 

In diesem Artikel lernst Du, wie Du deinen Schlaf optimierst: Ein Minimalistischer Ansatz zu Optimiertem Schlaf.

Ausreichend Bewegung

Mit dem zweiten Lockdown verschiebt sich der Mittelpunkt unseres Lebens abermals auf unsere vier Wände. Wir verbringen viel Zeit in geschlossenen Räumen und vermutlich noch mehr sitzend oder liegend, als sonst. Doch gerade jetzt sind Bewegung und frische Luft wichtig, um vitale Körperfunktionen zu erhalten. Unser Immunsystem besteht aus mehreren Untersystemen. Zum Beispiel spielt das Lymph-System eine wichtige Rolle für die Widerstandsfähigkeit gegen Fremdkörper. Doch anders als unser Blutkreislauf, hat das Lymphsystem keine eigene Pumpe und ist auf externe Bewegungen angewiesen. 

 

Zeit im Freien unterstützt aufgrund des Lichts der Sonne auch unseren Hormonhaushalt. Selbst an bewölkten Tagen ist die Lichtstärke im Freien um ein Vielfaches höher als in Innenräumen. Dieses blaue Licht wird über Photorezeptoren im Auge (und der Haut) aufgenommen und Vitamin D wird produziert. Die Bedeutung von Vitamin D für das Immunsystem ist bereits gut studiert. Durch Bewegung und Sport im Freien werden außerdem Hormone wie Serotonin und Testosteron frei, sowie Endorphine, sogenannte "Glückshormone". Diese unterstützen unseren Körper und Geist, halten uns fit und verbessern unseren Schlaf. 

 

Wenn Du nicht weißt wo Du mit Bewegung anfangen sollst, schau dir diesen Artikel an: Ein Minimalistischer Ansatz zu Kraft und Ausdauer.

Den Lockdown nutzen für neue Gewohnheiten

Der Lockdown zwingt uns dazu, unsere Gewohnheiten zu ändern. Jetzt wird es Menschen geben, die ihren unproduktiven Gewohnheiten freien Lauf lassen und noch tiefer in einen passiven Lebensstil abdriften, Bewegung vernachlässigen und sich schlecht Ernähren. Es wird aber auch Menschen geben welche diesen Bruch ihrer alten Gewohnheiten nutzen, um sich zu optimieren. Keine Fahrt mehr ins Büro bedeutet mehr Zeit für sportliche Aktivität. Außerdem mehr Zeit am Abend für Bücher, Podcasts oder Webinare, um sich zu bilden und mehr zu lernen. Da Restaurants geschlossen bleiben, kannst Du lernen zu kochen und dich mit Lebensmitteln auseinandersetzen. 

 

Nutze diesen Wandel, um dich mit dem zu beschäftigen was dich langfristig zum Erfolg führt. Möchtest Du ein paar Beispiele?

  • Beginne Sport zu treiben.
  • Beschäftige dich mit deiner Ernährung
  • Lerne zu kochen (Empfehlung: https://www.guatxi.com/
  • Lese Bücher zu Themen, die dich beschäftigen.
  • Mache einen Kurs oder eine Fortbildung, die dich interessiert.
  • Und natürlich: Lerne das Thema Biohacking kennen um die Kontrolle über deinen Körper zu erlangen.
  • ...

die richtige perspektive

Natürlich unterscheidet unser Mindset darüber, ob wir diese Zeit auch wirklich positiv nutzen, oder sie nur passiv durchleben. Viele Menschen haben das Gefühl, dass diese Situation ihre Geduld und Willenskraft übersteigt. Doch ist diese Zeit wirklich so schwer und unsicher, wie viele von uns glauben? Haben unsere Großeltern und Ur-Großeltern nicht sehr viel schwerere Zeiten durchlebt? Den ersten und zweiten Weltkrieg, mehrere Wirtschaftskrisen sowie den kalten Krieg, einhergehend mit Tod, Angst, Flucht, Vertreibung, Hunger und Krankheiten. 

 

Wenn Du nicht weißt ob dein Haus morgen noch steht, oder ob es die Welt nach einem nuklearer Angriff noch gibt - DAS ist Unsicherheit. Ich möchte die Herausforderungen der Pandemie nicht klein reden. Für viele von uns sind die harten Auswirkungen spürbar und auch Verlust und Trauer wird bei manchen hinzukommen. Für die Leute deren größtes Problem die eingeschränkten sozialen Kontakte sind, kann dieser Perspektivenwechsel allerdings eine gute Übung sein.

Dankbarkeit

Und sollten dich die negativen Gedanken dennoch einholen, gibt es ein einfaches und kostenloses Rezept: Dankbarkeit. Schreibe dir jeden Morgen eine Sache auf, für die Du dankbar bist. Das kann etwas Einfaches sein, wie das gute Wetter, oder etwas Größeres, wie deine Familie und deine Freunde. Konzentriere dich auf das Gefühl der Dankbarkeit und kein negatives Gefühl wird sich daneben ausbreiten können.

 

Für was kannst Du dankbar sein?

  • Ein Dach über dem Kopf
  • Genug zu Essen
  • Familie und Freunde
  • Die schöne Natur
  • Die zahlreichen Freiheiten, die wir trotz Lockdown genießen dürfen
  • ...

Zeit für dich - self Care

Zuletzt ist es wichtig dafür zu sorgen, dass sich dein Körper und Geist von den Belastungen erholen können. Neben einem guten Schlaf geht das am besten durch etwas, dass deinen Tank füllt und dir Kraft gibt. Du solltest dir genügend Zeit für dich selbst nehmen, um das zu tun was dir Spaß macht und dich regeneriert. 

 

Einige Beispiele für Self-Care:

  • Sport oder ein Hobby
  • Zeit mit Familie und Freunden (auch digital)
  • Ein warmes Schaumbad
  • Eine Sitzung in der Sauna (oder wie bei mir in der Saunadecke
  • 20 Minuten auf der Akupressurmatte liegen
  • Eine Meditation
  • ...

Zusammenfassung

Diese Zeit der Einschränkungen aufgrund des Corona Virus ist eine Chance für uns, unseren Körper besser kennenzulernen und neue, gesunde Gewohnheiten in unseren Alltag zu integrieren. Das Leben steht zum Teil still und wie Du diese freigewordene Zeit nutzt wird bestimmen, ob Du gestärkt oder geschwächt aus dieser Zwangspause hervorgehst. Denn die Welt bleibt nicht stehen und sie wartet auf niemanden. 

 

Beginne deinen körperlichen und geistigen Zustand zu erfassen. Entweder mit Hilfe von Tracking Tools, oder einem Tagebuch. Optimiere deinen Schlaf und sorge für ausreichend Bewegung, um dein Immunsystem zu unterstützen. Sollten negative Gedanken aufkommen, erinnere dich daran, dass unsere Vorfahren schon sehr viel schlimmere Zeiten durchlebt haben und dass diese Phase nur einen Bruchteil unserer Lebenszeit darstellt. Notiere dir außerdem jeden Tag eine Sache, für die Du dankbar bist.

 

Und als Letztes: Nimm dir Zeit für dich selbst und fülle deine Energie-Tanks auf um zu erholen und auf lange Sicht widerstandsfähiger zu werden. 

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